Weltretten

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Home nennt sich der neuste Versuch.

Es fasziniert mich immer wieder, dass auch Erwachsene noch versuchen uns zu retten. Vielleicht bin ich zu negativ auch J sagt das, aber viel wichtiger ist doch, dass ich recht habe.
Seit Ihr Weltretter?
Ich muss zugeben, dass ich auch einmal Weltretter war.
Da war ich 13 oder 14 und im Strudel meiner Hormone und Gefühle erkannte ich aufeinmal, dass nicht nur meine Eltern hundsgemein waren, sondern alle anderen Autofahrenden, in Städten lebenden und überhaupt Mensch seienden Menschen auch.
Dann begann diese “Ich hasse die Menschheit” phase in der wohl der größte Teil meines heutigen Sarkasmuss und Zynismuss enstieg.
Es muss doch etwas getan werden gegen diese ungerechtigkeiten gegen alles und jeden. Jemand muss doch etwas tun gegen Walerschießerjapaner, Robbentotschlägeramerikaner und Autofahrer!
Also bildete ich mir ein helfen zu können.
Ich began die PETA 2 Seiten zu lesen, schwarze Kleidung zu tragen aus protest gegen alle anderen, Greenpeace gut zu finden und natürlich unfreundlich sein, weil alle anderen waren Menschheit und die hasste ich ja bekanntlich.
Mr. Keith Skogsberg beendete schließlich mein verzweifeltes Ringen die Welt zu retten.
Er sagte: “Why are you trying to change everyone else? Try change yourself first.”

Das war dann das Ende meiner Weltrettermachenschaften. Geblieben ist der Zynismuss und die schwarze Kleidung. Ich hasse die Menschheit immernoch, und immernoch bin ich der Meinung, das doch etwas getan werden muss allerdings ist mir klar geworden, das ich nicht diejenige bin die sich an die Spitze stellen kann, weil ich wahrlich nicht wichtig genug bin um so etwas zu tun.
Also lass ich es einfach und füge mich nach meinem besten Gewissen in die ach so verhasste Gesellschaft und finde neue nette Gesichter an jeder Ecke. Ich lächel lieb mit allen anderen mit und kaufe keine Pelze, esse so wenig Fleisch wie möglich und tue halt so Dinge, die alle anderen im grunde auch tun und die niemals etwas ändern werden.
R hat recht. Veganer könnten vielleicht alles ändern aber wer verzichtet denn schon gern auf Kuchen und Kekse? Ich nicht.

Zusammen ist man vielleicht wichtig, Politiker sind wichtig und Stars vielleicht.. aber niemand wird es jeh schaffen allein gegen all die Ungerechtigkeiten etwas zu tun.
Oder etwa doch?
Schreibt mir wenn einer von euch derjenige ist, der die Welt retten wird, damit ich lachen kann.

5 Kommentare zu Weltretten

  1. Ganayan schreibt am 11. Juni 2009, 22:33 Uhr

    Wir sollten uns aufteilen. Einige retten die Welt, andere die Gesellschaft. Die hübschige @ScreenOrigami führt die erste Gruppe an, und ich – wenn niemand anders mag – die, die Zensursula und Wolfgang loswerden. Ja.

  2. Miriam schreibt am 11. Juni 2009, 22:42 Uhr

    (Hui, das wäre aber schade gewesen, wenn dieser Eintrag der Down-Zeit zum Opfer gefallen wäre!)

    Meine Mitbewohnerin sagt immer, wenn jeder sich ein Gebiet aussucht, in der er die Welt ein kleines Stückchen besser macht, dann klappt das schon mit dem Weltretten. Ich bin diejenige, die die Welt (naja mein Stück davon ^^), von Sexismus befreit :) , achja und Coca Cola kauf ich auch nicht mehr. My two cents, aber wenn sich jeder so n Gebiet aussuchen würde, könnte es doch tatsächlich klappen… möchte ich gerne glauben :)

  3. Martin schreibt am 12. Juni 2009, 00:43 Uhr

    Jaa, tjaa… alles Hippie-Scheiße…

  4. Lisa (L.) schreibt am 12. Juni 2009, 12:50 Uhr

    Weltretter? Ich trenne den Müll und habe nur Energiesparlampen, Pelz trag ich auch nicht aber ein Auto mit roter Umweltplakette fahr ich :/ nunja

    Was ich eigentlich sagen wollte:

    Tolles Bild :)

  5. Noah Doersing schreibt am 12. Juni 2009, 17:03 Uhr

    Finde auch, dass das ein hübschiges Bild ist.

    Und – die Welt retten – das geht nicht so, dass alle zufrieden sind. Für die einen ist eine perfekte, also eine “gerettete”, Welt eine Welt, in der es nur Partys gibt und alle immer nur zugesoffen und weißdergeierwas sind. Für die anderen eine Welt der Stille, ohne jeden Ton, der sie bei ihrer Ruhe stört. Für die anderen eine bunte Zirkuswelt. Für die anderen eine Welt, in der sie jeden Tag zwischen ein paar Tausend Kleidungsstücken zum Anziehen wählen können. Für die anderen eine Welt, in der keine Tiere mehr auf “unnatürliche” Weise sterben. Für die anderen eine Welt, in der sie in jedem Land einen prall gefüllten Geldspeicher haben. Nie können alle glücklich sein. Mit jedem System sind Vorteile und Nachteile verbunden, und die meisten Systeme sind prinzipiell in Ordnung. Mit einigen Ausnahmen. Ich will damit nicht sagen, dass ich die Welt jetzt, so wie sie ist, okay und toll und perfekt finde, aber es hätte sich im Laufe der vergangenen Jahrhunderte um einiges schlechter entwickeln können. Natürlich auch besser – zum Beispiel ohne den Missbrauch radioaktiver Stoffe zum Bombenbau oder ohne den Fang von Walen, das sinnlose Schlachten einiger Tierarten.

    Komplett zufrieden bin ich nicht mit der Welt, aber wahrscheinlich auch nicht so unzufrieden wie Du. Es ließe sich eine Menge ändern. Teilweise geschieht das ja fortlaufend, teilweise wird es nie geschehen, teilweise könnte es leicht geschehen, teilweise schwerer. Wenn viele einer Meinung sind, lässt sich viel erreichen. Zumindest wenn diese vielen in einem Industriestaat leben und nicht gerade in Afrika oder den Armenvierteln Asiens. es kommt immer darauf an, wer einer Meinung ist – und je nach dessen Stand in der Gesellschaft findet seine Meinung mehr oder weniger Gehör.

    Mal sehen, wie sich die Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändert. Wenn viele an den wenigen “guten” Dingen, in denen die meisten übereinstimmen, arbeiten, dann bewegt sich vielleicht etwas. Vielleicht auch eine Menge.

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