Nie wieder Wacken!
Einmal im Jahr verwandelt sich das kleine beschauliche Dörflein Wacken in eine schwarze Meute mit riesigviel böser Musik, bösen T-shirts und ganz viel Alkohol.
Das ganze nennt sich selbst das größte Metal und Rock Festival der Welt und natürlich nebenbei auch das friedlichste.
Natürlich hat Wacken diesen Ruf schon seit Jahren und selbstverständlich hat sich innerhalb dieser Jahre die Welt weitergedreht.
Ich bin dieses Jahr das zweite mal nach Wacken gepilgert. Habe mein Auto vollgepackt, beklebt und mich mit einem Haufen wilder Männer morgens um 7 auf nach richtung Norden gemacht um dort dem Heavy Metal und dem Rock zu huldigen.
Wir hätten mal am Dienstag Abend fahren sollen -.-”
In Wacken sind die Campingplätze Alphabetisch aufgeteilt und reichen von A (wie ausgezeichnet für die Plätze am Festivalgelände) bis V (wie verschissen und halbe Stunde laufen).
Nina und J und P und all die anderen wilden Männer waren dann auf U wie ungeil und Unglaublichweitlaufenganzamendedesgeländes…
Aber nein! Das Metalherz lässt sich nicht trüben außer von… den 5.000 Menschen mehr und ich meine man mag ja behaupten es sei bei 70.000 egal ob dann noch 5.000 dazukommen……
Nein, das ist es nicht. Es war das erstemal, dass ich mir gedacht habe, das ein Festival definitiv zu groß ist. Überall Menschen, selbst in den hinteren Reihen standen wir wie letztes Jahr in den vorderen und in der ersten Reihe war es bei kleinen Bands wie auf dem Force bei einem der Headliner. Für jemanden der wegen der Musik kommt und seine liebsten Bands Hautnah erleben will ist Wacken kein Zulaufpunkt mehr.
Nach Wacken kann man fahren wenn man sich schlagen will und die Musik eigentlich egal ist.
Spätestens nach Walls of Jericho war mir klar, dass ich die ersten Reihen lieber den kleinen zusammenbrechenden Mädchen und den verpickelten Jugendlichen überlasse.
An dieser Stelle möchte ich meine Missgunst über Crowdsurfer nocheinmal darstellen.
Hässliche, schwitzende, halbnackte, betrunkene, eklige Kerle mit langen klebrigen Haaren und matschtriefenden Stahlkappenschuhen sollten einfach nicht über die Köpfe irgendwelcher Menschenmassen tragen lassen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie uns große Menschen immer in den Nacken, Rücken oder ins Genick fallen, sind diese Idioten einfach körperlich so Ekelerregend, das ich zweimal kurz vor dem brechreiz war. Letztes Jahr war es ganz eindeutig so, das diese einfach fallen gelassen wurden aber dieses Jahr mussten irgendwie alle nach vorne getragen werden. Sicherlich ein nebenprodukt des Weltweiterdrehens.
Das die Preise für Speis und Trank vollends überzogen und der Gestank und die befestigung der Wege nicht besser, nein sogar schlimmer war als letztes Jahr ist dann auch nurnoch nebensächlich und ich möchte endlich einmal etwas positives Berichten.
Unter dem Siegel der Wackinger konnte ich nämlich endlich einmal liebevoll wundertolle Menschen kennenlernen. Franco, Diemen und ein paar weitere Mittelaltermenschen haben sich den ganzen Tag lang (A)uthentisch und (B)esser inmitten von Zelten und Pranger herumgetrieben und Nina und J und P haben sie dort einmal besucht. Natürlich einer der etwas besseren Seiten an Wacken und das ich mich nicht richtig verabschieden konnte tut mir in der Seele weh, aber bei einer halben Stunde Laufweg und den scheiß Runningorderproblemen und den guten Bands die man ale sehen wollte, konnte ich nicht noch einen Abstecher machen
oftmals war es einfach zu spät
Ich vermisse sie.. besonders Diemens fröhliche Art.. er hat da dieses glitzern in den augen wenn er erzählt
Einfach herrlich!
Ich habe Viele Bands gesehen und InFlames brachten mich dieses Jahr live sogar zum weinen aber Motörhead waren einfach nur cool ;D
“We’re Motörhead.. and we play Rockin fuckin Roll” BAM, die show began megalaut und endete megalauter und Lemmy ist einfach soo cool.
Nach Machine Head sind wir dann gegangen, haben uns in meine kleine Flo gesetzt und sind gefahren.
Auch wenn ich wohl Wacken wegen des werdens ersteinmal nichtnochmal besuchen werde mus sich sagen hatte ich ein tolles Wacken! Ein wirklich wunderschönes Wacken
Tags: Festival, InFlames, Motörhead, Musik, Wacken, Wochenende

Moins!
wenigstens mal ein Bericht der nicht nur auf das gute und super tolle eingeht. Aber leider hat man das vermehrt bei Festivals. Leider gehts echt wieder nur noch um Geld verdienen. Dann gibt es kleine Festivals die anfangs auch richtig hammer sind und sich viel mühe geben. Sie wissen ja was nicht sein darf. Dann wächst es wie das Wacken und am Ende? Dann kommt grütze raus…leider. Gibt da so einige Beispiele.
kommen noch n paar bilder?
[...] Lady Nina ist eine wunderliebe Person. Ich mag sie ganz doll ganz bald wiedersehen. Schade, dass wir so wenig Zeit füreinander hatten. [...]
Ich muss auch sagen, dass mich auch ein paar Dinge gestört haben dieses Jahr. Mal ganz abgesehen davon, dass für das das 20 Jähriges irgendwie Booking-technisch nicht die Bombe war, hat sich allein von 2008 auf 2009 so vieles zum schlechten verändert, dass sich das auch auf’s Publikum ausgeübt hat.
Gerade wo du die Stagediving Problematik ansprichst, ich hab zumindest 2008 noch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, da wurde das langfristig vorher angekündigt, man bekam von hinten auf die Schulter getippt, nahm die Arme hoch und alles war gut. Dieses Jahr hab ich mehr nur ein paar Stiefel im Nacken gehabt.
Auch die ganze Camp Ground Geschichte müsste mal dringend überarbeitet werden. Mal abgesehen von den weiten Wegen (wir waren auf D wie Doch schon ganz schön weit weg. Interessanterweise kommt hinter D auch gleich U) haben wir uns wie letztes Jahr schon fast mit den Einweisern angelegt. Ich kann ja verstehen dass die die Anweisung haben da möglichst viel unterzukriegen, aber wir kamen 7 Autos in ner Kolonne und in jedem Auto waren mindestens 2 Leute. Da sollte man sich doch vorstellen können dass man etwas mehr Platz für Zelte und Pavillions braucht und nicht jeder mit nem BW-Ein-Mann-Sargzelt aufschlägt -.-
Ich werd zwar nächstes Jahr wieder da sein, aber hauptsächlich deswegen weil es so ziemlich das einzige Festival ist das mich interessiert UND bei dem ich auch alle Freunde zusammenkriege. Und mal ehrlich, die Musik ist zwar gut bis großartig, aber min. 50% der Festivalstimmung bestehen doch eh aus dem faulen rumsitzen, grillen und trinken mit Freunden und den neuen Bekanntschaften die man da macht