OddNina

If tea can't fix it, it's a serious problem.

With Full Force Festival 2012 Freitag

Der härteste Acker Deutschlands. So oder so ähnlich bezeichnet sich das vorzeige Hardcorefestival With Full Force unter Kennern und zu meinem Bedauern ist mein letzter Besuch ziemlich genau 3 Jahre her, denn eigentlich hat das With Full Force einiges mehr zu bieten als das von mir viel öfter beglückte Wacken Open Air.

Mal abgesehen von den Dingen wie Preis der Karte, größe des Festivals und vor allen Dingen familiärem Gefühl hat das Force eines zu bieten. Viele neue Bands!

Von den auf dem Billing aufgeführten Bands kannte ich grob geschätzt ca 20 Namen, sodass mir der Großteil zum entdecken blieb und mal abgesehen von ein paar älteren Perlen war da viel neuer guter Kram dabei.

Devil Driver

Womit fängt ein gutes Konzert an damit es gut ist? Richtig. Am besten mit guter Laune. Nachdem wir allerdings ein Riesenproblem mit dem neu gekauften Pavillon hatten, bei dem die Winkel fehlten und somit Kurzfristig umdisponiert werden musste suchten wir die Flucht bei einer der härtesten Bands die ich mir bis dato angetan habe. Devil Driver. Laut, schnell, hart und böse. Allerdings waren sie als einer der ersten Bands auf der Mainstage, weswegen auch der Großteil der Leute nicht mitging. Wir auch nicht, war aber trotzdem ne gute Show. Mehr Infos

Madball

Hardcore Punk vom feinsten. Die New Yorker hatten extrem gute Laune und waren zumindest Stimmungstechnisch definitiv mein Hardcoreauftakt des Festivals. Die Kerle wissen schon was sie tun und sie tun es unheimlich gut. Probe hören

August Burns Red

Die christliche Metalcore Band aus Pennsylvania war mir bis dato unbekannt und ein bisschen verschrien, da sie ganz gern versuchen ihre Fans während des Konzertes so etwas wie religiös zu bekehren. Im Bezug darauf sind sie zum kotzen aber ihren Musikkram machen sie gut. Geile Breakdowns, komplexe Riffs und die Menge kochte. Den Pit gab es für mich nicht.. die Hitze während des Konzertes war einfach zu krass. Probe hören

Pennywise

Melodic Hardcore. Klingt weich? Ist es aber nicht. Die Jungs gibts schon seit 1988 und haben in ihrer Punkzeit sicher einige Generationen geprägt. Live waren sie gut und das obwohl der Sänger sich bei einer Pelikanrettungsaktion irgendwo in Amerika noch am Tag vorher von einem der Riesenvögel hat schlagen lassen. Irgendwann versagten dann wohl die Schmerztabletten und nach jedem Lied verschwand er fluchend von der Bildfläche. Angepisst von der Situation entschuldigte er sich dann, sagte, dass er nach der Show ins Krankenhaus fährt und er das nächste mal nicht so eine Pussy sein will. Scheiß auf Pussy, denn trotz Schmerzen hat er die ganze Show durchgezogen und verdient sagen die Fans noch lange nach dem Ende der Show die Bro hymne.. Probe hören

Emmure

Weil der Sänger von Lamb of God laut Klatschpresse 2010 einen Fan getötet haben soll und deswegen am Freitag im Osten verhaftet wurde, ist das Konzert der Band ausgefallen und an deren Stelle durften Emmure die Hauptbühne rocken.

Klassischer Hardcore ist zwar ein bisschen anders aber die Breakdowns sind gestützt vom Bass so gut gewesen, dass man wohl kaum hatte stehen bleiben können. Die Clearparts, sowie die Growl und Screamparts sind so perfekt getimt und die Stimmung der Band war so geil, dass sich Emmure für mich als definitive größte positive Überraschung herausstellte. Hört euch das an und hört euch da rein. Live ist immer alles geiler. Probe hören

Suicide Silence

Deathcore vom feinsten. Nicht umsonst war die Bühne vollbesetzt und die Stimmung bombig als die 5 Jungs ihre absolut krass großartige Show abwickelten. Unter jedem Umstand würde ich behaupten, dass Suicide Silence vor allen Dingen eins sind: Laut, hart und nicht für jedes Gemüt. Aber von Zeit zu Zeit muss man auch musiktechnisch anspruchsvollen Lärm genießen können und ich verspreche euch, dass, wenn man sich die Zeit lässt, zu Suicide Silence abzugehen, es sich mehr als lohnt. Die sind ziemlich gut. Probe hören Lieblblingslied!

Machine Head

Machine Head ist zwar nicht auf dem Niveau meiner never ending love story mit In Flames aber sie sind was ihre Musik betrifft beinahe ultimativ. Zumindest wenn es um Metal geht. Richtig, ehrlichen Metal in all seinen Facetten. Meine Jungs haben sich nach Suicide Silence verabschiedet, weswegen ich alleine blieb, mich in die erste Reihe stellte und so wie das bei den erste Reihe Campern ist, lernt man recht schnell Leute kennen. Unter anderem auch ein paar coole Leute aus Bayern und nen Special Forces Unit Soldaten aus America. Der war übrigens während des Konzertes so nett mir die Crowdsurfer vom Leib zu halten :D

Die Show war im Grunde dieselbe über die ich schon einmal schrieb. Die Songauswahl war dieselbe, die Ansprachen waren dieselben und im Grunde war mein Highlight nur, dass ich endlich so abgehen konnte wie ich wollte, alleine weil ich keine Zentner schwere Tasche mit mir rum trug. Klitschnassgeschwitzt und von den Securityleuten mit Wasser durchnässt kehrte ich leicht zitternd zurück zum Auto. Meine schwarze Hose glitzerte und das warme, kuschelige Auto wartete.. Tag eins vorbei. Two more to go. Probe hören

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